Viele meiner Kundinnen und Kunden haben mich wegen des aktuellen 20-Minuten-Artikels kontaktiert. Die Aussagen wirken dramatisch und werfen Fragen auf. Ich arbeite seit über 33 Jahren im Bereich Tattoo und medizinische Pigmentierung in St. Gallen und möchte hier klären, was wissenschaftlich belegt ist und was nicht.

Für einen vertieften Überblick findest du hier meine wichtigsten Seiten:
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Was wissenschaftlich bestätigt ist

Beim Menschen ist nachgewiesen, dass ein Teil der Tattoo-Pigmente in die regionalen Lymphknoten gelangt. Das wurde in mehreren analytischen Studien gezeigt, unter anderem mit Synchrotron-Röntgenanalyse, Massenspektrometrie und histologischen Untersuchungen. Die Partikel bleiben dort langfristig nachweisbar.

Das allein bedeutet kein erhöhtes Risiko. Es zeigt lediglich, dass das Immunsystem arbeitet und Pigmente dorthin bringt, wo Fremdmaterial kontrolliert wird.

Was die neue Studie zeigt (PNAS 2025)

Die aktuelle Studie, die im Medienartikel zitiert wird, ist ein Tiermodell. Sie bietet Hinweise, ersetzt jedoch keine Humanstudien. Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Pigmente wandern schnell in den Lymphknoten

In der Maus gelangten schwarze, rote und grüne REACH-konforme Farben innert Minuten in den drainierenden Lymphknoten.

2. Das Immunsystem reagiert lokal

Makrophagen nahmen Pigmente auf. Es kam zu lokaler Entzündung. Ein Teil der Makrophagen starb ab. Diese Reaktionen waren lokal begrenzt.

3. Impfantwort im frisch tätowierten Areal war vermindert

Wurde eine mRNA-Impfung direkt in ein frisch tätowiertes Gebiet injiziert, war die Antikörperantwort reduziert. Wurde in die Gegenseite geimpft, war die Antwort normal. Dieser Punkt fehlt in vielen Medienzusammenfassungen.

4. Keine sichere Übertragbarkeit auf Menschen

Die Autoren betonen klar, dass Humanstudien fehlen. Aussagen über Langzeitrisiken oder Immunschwächung sind nicht belegt.

Originalstudie: PNAS Tattoo Ink Study 2025

Was wir beim Menschen wissen

  • Pigmente lagern sich in regionalen Lymphknoten ab.
  • Die meisten Menschen sind beschwerdefrei.
  • Allergien betreffen hauptsächlich Rot und Mischfarben.
  • Systemische Langzeitfolgen sind nicht belegt.
  • Grosse Tattoos können Diagnostik beeinflussen.

Was der 20-Minuten-Artikel auslässt oder falsch gewichtet

  • Die Effekte wurden in Mäusen beobachtet, nicht in Menschen.
  • Der reduzierte Impfeffekt betrifft nur das frisch tätowierte Areal.
  • Keine Hinweise auf dauerhafte Immunschwäche.
  • Wissenschaftliche Unsicherheiten werden kaum erwähnt.

Was du als Kundin oder Kunde daraus ableiten kannst

  • Impfung nicht in frisch tätowierte Bereiche setzen.
  • Wenn möglich: Gegenseite wählen.
  • Saubere Heilungszeit einhalten.
  • Nur REACH-konforme Farben.
  • Allergien vorgängig melden.

Wie ich arbeite

  • REACH-konforme Markenfarben
  • Dokumentation jeder Farbe
  • Saubere Studiohygiene
  • 32+ Jahre Erfahrung
  • Enge Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten

Häufige Fragen (FAQ)

Gelangen Tattoo-Farben immer in die Lymphknoten

Ja, ein Teil der Partikel erreicht die Lymphknoten. Das gilt als normaler immunologischer Vorgang.

Ist das gefährlich

Dafür gibt es derzeit keinen wissenschaftlichen Beleg. Beobachtete Effekte sind lokal, nicht systemisch.

Soll ich vor oder nach einer Impfung warten

Wenn möglich, nicht direkt in frisch tätowierte Bereiche impfen.

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Ich nehme mir Zeit für eine ehrliche Beratung.
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Pele Brunner
Pele Brunner ist erfahrener Tattoo-Künstler und medizinischer Pigmentierer mit über 32 Jahren Berufserfahrung. Er verbindet präzises Handwerk mit Empathie – für Menschen, die Veränderung nicht nur wollen, sondern brauchen. Seine Spezialgebiete umfassen: Cover-Up Tattoos Japanische Tätowierungen medical pigmentation bei Narben und Fehlpigmentierungen medizinische Areola-Rekonstruktion nach Brustoperationen Narbenpigmentierung zur ästhetischen Angleichung Mehr über seine Arbeit unter: https://pelebrunner.ch/ueber-mich/